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Germania

Ganzsachenausschnitt Germania Reichspost auf PostkartePostkarte von Altenburg nach Plauen von 1901, frankiert mit einem Ganzsachen-Ausschnitt der Germania Reichspost.

Von vielen Sammlern gesucht sind Belege, die mit Ausschnitten aus Ganzsachen frankiert wurden. Dies war in Deutschland bis auf wenige Ausnahmen auch von der Post erlaubt. Aus der Zeit der altdeutschen Staaten sind derartige Belege sehr selten und werden enstprechen teuer gehandelt. GAA-Frankaturen werden dort sogar im Michel-Katalog bewertet.

Generell kann man sagen, dass die Seltenheit dieser Frankaturen mit fortschreitender Zeit abnimmt. In der Nachkriegszeit werden sie eher als Kuriosum mit allenfalls minimalem Preisaufschlag betrachtet, aus der Infla-Zeit sind sie schon seltener, und davor muss man schon eine Weile suchen, um einen GAA-Beleg zu entdecken.

Doch preislich bewegen sich diese Belege – sicher auch wegen der Nicht-Katalogisierung – auch aus der früheren Zeit des Deutschen Reiches im durchaus erschwinglichen Rahmen, mit etwas Glück findet man sie sogar in einer Wühlkiste.

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Wer lesen kann, ist klar im Vorteil

by Oliver Klimek on 26. April 2010

Top?

Und wieder einmal liegt mir ein kleines Ärgernis auf dem Herzen,  das leider tägliches Brot bei Auktionsbesichtigungen ist. Exemplarisch greife ich jetzt einmal das Deutsche Reich heraus, prinzipiell ist es bei anderen Sammelgebieten nicht viel anders.

Mit konstanter Bosheit verfolgen mich Sammlungen, in denen die Germania-Markwerte falsch einsortiert sind. Und ich meine jetzt ausdrücklich nicht die Unterscheidung zwichsen Kriegs- und Friedensdrucken. Denn diese ist – vor allem bei ungebrauchten Marken – nicht so einfach.

oder Flop?

Nein, es geht hier schlicht und einfach um die Ausgaben, die sich auch mit unbewaffnetem Auge eindeutig  am Markenbild unterscheiden lassen. Das Paradebeispiel hiefür ist natürlich die 5 Mark Reichspost (Michel 66). Wie oft ich in Vordruckalben an dieser prominenten Stelle schon die Inschrift Deutsches Reich gelesen habe, vermag ich nicht mehr zu zählen.

Beliebt ist natürlich auch der 2-Mark-Wert mit gotischer Inschrift (Michel 79). Allzuoft finden sich hier die Werte mit lateinischer Inschrift wieder, hin und wieder auch einmal die Reichspost-Ausgabe, die ja bekanntlich wieder eine andere Schriftart besitzt.

Was mag der Grund für diese ständigen Verwechslungen sein? Der alte Spruch von Gier frißt Hirn? Die Eitelkeit vieler älterer Herren, möglichst ohne Lesebrille auszukommen? Vollständiges Fehlen philatelistischen Sachverstandes? Mit Sicherheit kann man es natürlich nicht sagen, bedauerlich ist es aber allemal.

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Antwoertkarte Germania aus USADieser Antwortteil einer Germania-Doppelkarte wurde 1915 von New York nach Karlsruhe verschickt. Neben dem Wertstempel klebt eine amerikanische Zwei-Cent-Marke. Offenbar war sich der Absender nicht bewußt, dass diese Karte nach den Regeln des Weltpostvereins bereits für die Rücksendung vorausfrankiert war und einfach in den Briefkasten geworfen werden konnte. Das Wort “Antwort” steht eben nur auf Deutsch und der UPU-Sprache Französisch auf der Karte.

Auch hierbei handelt es sich nicht um eine große Seltenheit. Aber von postgschichtlichem Interesse sind solche Belege allemal.

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