by Oliver Klimek on 22. Juni 2010
Inspiriert von der Diskussion über den Sammlerschutz würde mich interessieren, welche Bezugsquellen Sammler für Ihr Material haben. Insbesondere die Tatsache, dass sich beim BDPh die Fälschungsbekämpfung im wesentlichen auf eBay konzentriert, wirft die Frage auf, welcher Anteil dieses Marktsegment überhaupt hat.
Folgende Möglichkeiten stehen zur Auswahl:
- Klassischer Ladenhandel
- Klassischer Versandhandel
- Auktionen
- eBay, Delcampe etc.
- Online-Shops einzelner Händler
- Messen und Tauschtage
- Tausch und Handel im Verein
- Kauf von Privat
Mehrfachnennungen sind möglich.
by Oliver Klimek on 21. Mai 2010
In dieser Umfrage ging es nicht um die klassische Aufteilung der Sammelgebiete nach Ländern, sondern um die Art des gesammelten Materials allgemein.
Insgesamt haben 34 Sammler ihre Stimmen abgegeben, Mehrfachnennungen waren natürlich möglich. Das Ergebnis:
- Postgeschichte Semiklassik bis 1945 – 20
- Postgeschichte Klassik – 19
- Briefmarken Klassik – 18
- Vorphilatelie – 13
- Postgeschichte nach 1945 – 12
- Briefmarken Semiklassik bis 1945 – 11
- Briefmarken nach 1945 – 7
- Gedenkbelege, FDC usw. bis 1945 – 3
- Gedenkbelege, FDC, ETB usw. nach 1945 -1
Auch diese Umfrage ist natürlich weit davon entfernt, repräsentativ zu sein. Aber es zeigt sich doch ein recht klarer Trend. Zum einen sind Klassik und Semiklassik deutlich populärer als modernere Gebiete, zum anderen läuft die Postgeschichte dem klassischen “Briefmarkensammeln” immer mehr den Rang ab.
Auch die großen Briefmarkenbörsen sind mittlerweile ja viel stärker auf Belege ausgerichtet als auf lose Marken. Und außer bei einem wohlbekannten großen Händler aus dem Schwäbischen haben Messesstände, auf denen “nur” Alben mit losen Marken ausliegen, sichtbar weniger Zulauf als solche, die mit Belegekisten locken. Bei manchen auf Belege spezialisierten Händlern ist sogar oftmals über längere Zeit der komplette Stand belegt.
Umgekehrt klagen denn auch viele Markensammler über wachsende Schwierigkeiten, neues Material zu finden. Da sich alles auf die Postgeschichte stürzt, haben sie dann oft das Gefühl, links liegen gelassen zu werden.
Die Hinwendung zu älterem Material ist sicher auch der Entwicklung der Ausgabepolitk der Postverwaltungen in den letzten Jahren – oder fast schon Jahrzehnten – geschuldet. Mit vielen vielen Markenausgaben, Selbsklebeheftchen, Rollen und anderen Spezialitäten wird versucht, an das sauer verdiente Geld der Sammler heranzukommen. Andererseits werden immer weniger Briefmarken ihrer Bestimmung zum Frankieren von Postsendungen zugeführt, nicht zuletzt auch wegen der allfälligen Label-Freimachung am Postschalter.
Daraus kann mein eigentlich nur den Schluss ziehen, dass eine postgeschtlich orientierte Sammlung moderner mit Briefmarken frankierter Belege eine durchaus beachtenswerte Gelegenheit ist, einen werthaltigen Bestand zusammenzutragen. Wenn es einem dann auch gelingt, interessante Frankaturen zu finden. Ein Überseeebrief mit einer 85-Cent-Mehrfachfrankatur dürfte da beispielsweise fast schon eine kleine Seltenheit darstellen.
by Oliver Klimek on 29. März 2010
Die neue Umfrage dreht sich um die beliebtesten Sammelgebiete. Aber anders als sonst üblich bin ich nicht an geographischen Gebieten interessiert, sondern am Typ und der zeitlichen Einordnung der Sammelleidenschaft.
Die Vorgaben sind:
- Vorphilatelie
- Briefmarken Klassik
- Postgeschichte Klassik
- Briefmarken Semiklassik bis 1945
- Postgeschichte Semiklassik bis 1945
- Gedenkbelege, FDC usw. bis 1945
- Briefmarken nach 1945
- Postgeschichte nach 1945
- Gedenkbelege, FDC, ETB usw. nach 1945
Unter “Klassik” verstehe ich z.B. in Deutschland die Zeit von der Einführung der Briefmarken bis zum Beginn des Deutschen Reiches, bei Großbritannien wäre der Schnitt wohl am besten am Ende der Victoria-Zeit zu setzen. Die genaue Trennungslinie wird in jedem Land natürlich anders verlaufen und ist sicher auch oft subjektiv gefärbt. Aber da es hier ja ums Große Ganze geht, möchte ich mir einzelne Vorgaben gerne ersparen.
Den Begriff “Postgeschichte” bitte ich relativ weit zu fassen, im Sinne des Sammelns echt gelaufener und portogerechter Belege. So soll eine Abgrenzung zu den Gedenkbelegen geschaffen werden. Mehrfachnennungen sind natürlich möglich.
Die Umfrage wird diesmal automatisch am 30. April um 23:59:59 Uhr geschlossen. Die Abstimmung ist wie immer anonym.
by Oliver Klimek on 28. März 2010
In einem Monat haben sich immerhein 42 Sammler an der Umfrage beteiligt. Für ein statistisch represäntatives Ergebnis reicht das zwar noch nicht aus, aber ein Trend läßt sich schon erkennen:
1 Verein – 6 Stimmen
1 Arge – 3 Stimmen
1 Verein und 1 Arge – 3 Stimmen
Mehrere Vereine, keine Argen – 0 Stimmen
Mehrere Argen, keine Vereine – 4 Stimmen
Mehrere Vereine und Argen – 11 Stimmen
Kein Mitglied, kann es mir aber vorstellen – 9 Stimmen
Nirgendwo Mitglied aus Prinzip – 6 Stimmen
Der Löwenanteil von ca. 86% ist entweder Mitglied in Verein bzw. Arge oder kann es sich vorstellen. Nur 14% sind der organisierten Philatelie gegenüber prinzipiell ablehnend eingestellt. Für eine Einzelmitgliedschaft ist der traditionelle Briefmarkenverein immer noch die erste Wahl, aber die Hälfte der Befragten sind auch in Arbeitsgemeinschaften organisiert. Und die Mitliedschaft in mehreren Argen scheint eher die Regel als die Ausnahme zu sein.
Auch wenn man oft kritische Stimmen über die philatelistische Vereinsmeierei hört, so hat die organisierte Form des Briefmarkensammelns offenbar noch immer einen festen Rückhalt in der Sammlerschaft.
Die Devise für Vereine und Arbeitsgemeinschaften kann daher nur lauten, dieses Potential auch zu nutzen, und insbesondere den beträchtlichen Anteil an Interessenten von den Vorteilen einer Mitgliedschaft zu überzeugen.
by Oliver Klimek on 4. März 2010
Um einen Überblick über die “demographischen Strukturen” der im Internet aktiven Briefmarkensammler zu erhalten, möchte ich gerne immer mal wieder eine Umfrage starten.
Den Anfang soll die Frage machen, in wie weit die Mitgliedschaft in traditionellen Briefmarkenvereinen und Arbeitsgemeinschaften heute noch atraktiv ist. Es geht also gewissermaßen um den “Organisationsgrad” der Briefmarkensammler. Da man Vereine und Arbeitsgemeinschaften nicht über einen Kamm scheren kann, habe ich die Fragen entsprechend unterteilt.
Die Umfrage kann in der Box auf der rechten Seitenleiste beantwortet werden. Über rege Teilnahme würde ich mich freuen, natürlich auch über Kommentare zu diesem Thema. Die Daten werden natürlich anonym erhoben.