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	<title>Philablog &#187; Ratgeber</title>
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	<description>Der Blog für Philatelie und Postgeschichte</description>
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		<title>Was tun mit Opas Briefmarkensammlung? Teil 3 von 3</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Mar 2010 18:27:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver Klimek</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ratgeber]]></category>
		<category><![CDATA[erben]]></category>

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		<description><![CDATA[Die ersten beiden Teile der Serie befassten sich mit der groben Einschätzung einer geerbten Briefmarkensammlung und dem genaueren Blick auf deutschsprachige Sammelgebiete. Im abschließenden drite Teil geht es um die konkreten Moglichkeiten zur Veräußerung einer Sammlung.
Ein Blick in den Katalog schadet nie
Spätestens jetzt ist es an der Zeit, doch einmal einen Blick in einen Briefmarkenkatalog [...]


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			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Die ersten beiden Teile der Serie befassten sich mit der <a href="http://www.philablog.de/2010/03/18/was-tun-mit-opas-briefmarkensammlung-teil-1-von-3/">groben Einschätzung</a> einer geerbten Briefmarkensammlung und dem genaueren <a href="http://www.philablog.de/2010/03/19/was-tun-mit-opas-briefmarkensammlung-teil-2-von-3/">Blick auf deutschsprachige Sammelgebiete</a>. Im abschließenden drite Teil geht es um die <strong>konkreten Moglichkeiten zur Veräußerung</strong> einer Sammlung.</p>
<p><span style="font-size: large;"><strong>Ein Blick in den Katalog schadet nie</strong></span></p>
<p>Spätestens jetzt ist es an der Zeit, doch einmal einen Blick in einen Briefmarkenkatalog zu werfen. Vermutlich befinden sich schon einige Kataloge bei der Sammlung. Sollte dies nicht der Fall sein, können Kataloge in jeder gut sortierten <strong>Bücherei</strong> ausgeliehen werden. Für unsere Zwecke reichen die gewöhnlichen <strong>Michel-Kataloge</strong> aus. Spezialisierte Kataloge braucht man eigentlich nur in Erwägung ziehen, falls man selbst Blut geleckt hat und sich intensiver mit den Marken beschäftigen möchte. Es ist auch nicht erforderlich, dass der Katalog von der allerneusten Auflage ist. Es geht ja nur um einen Überblick.</p>
<p>Man sollte allerdings nie außer acht lassen, dass es in allen Sammelgebieten immer wieder Markenausgaben gibt, die sich auf den ersten Blick sehr ähneln, von denen aber eine deutlich wertvoller ist als die andere. Wenn man sich nicht hundertprozentig sicher ist, um welche es sich handelt, sollte man immer von der <strong>billigsten Sorte</strong> ausgehen. Nur so kann man spätere Enttäuschungen vermeiden. Und natürlich darf man auch die Möglichkeit von Fälschungen nie ausschließen.</p>
<p>Es bringt nicht viel, sich mit dem Taschenrechner hinzusetzten und einzelne Werte aufzuaddieren. Beim Verkauf zählen sowieso nur die besseren Stücke mit mindestens <strong>zweistelligem Katalogwert</strong>. Alles andere ist für für Händler wie interessierte Sammler eigentlich nur Ballast. Außerdem sollte man sich auf die Sammlungsteile konzentrieren, die bei der genaueren Durchsicht am vielversprechendsten aussahen. Bei chaotischen Dublettenbüchern und Alle-Welt-Alben lohnt sich das genaue Rechnen nur in den wenigsten Fällen. Es empfiehlt sich aber, eine Liste mit Marken anzulegen, die man als möglicherweise wertvoll einschätzt.</p>
<p><span style="font-size: large;"><strong>Was tun mit den Schätzen?</strong></span></p>
<p>Falls man auf genügend interessantes Material gestoßen ist, das einen erfolgreichen Verkauf versprechen könnte, gibt es prinzipiell folgende Möglichkeiten:</p>
<p><span style="font-size: medium;"><strong>1. Die Briefmarkenauktion</strong></span></p>
<p>Der Gang zum Auktionator kommt im wesentlichen in 2 Fällen in Betracht:</p>
<ol>
<li>Es befinden sich sehr wertvolle &#8211; am besten bereits geprüfte -<strong> Einzelstücke</strong> oder möglichst komplette Sammlungen im Nachlass. Für qualitativ hochwertiges Material gibt es trotz Wirtschaftskrise und rückgängiger Sammlerzahlen immer noch einen bedeutenden Markt. Und viele kaufkräftige Sammler und Händler beobachten die Angebote der Auktionshäuser.</li>
<li>Man möchte möglichst wenig Arbeit mit der Veräußerung haben und gibt den kompletten Nachlass <em>en bloc</em> ab. Hier kann dann auch das weniger wertvolle Material an einen Interessenten gebracht werden.</li>
</ol>
<p>In beiden Fällen sollte man sich allerdings nicht darauf einlassen, sich die Briefmarken vom Auktionshaus direkt abkaufen zu lassen, es sei denn, man ist in finanzieller Notlage. Den besseren Erlös erzielt man in aller Regel, indem man einen Auftrag zur Versteigerung erteilt. Hierfür werden ca. 30% an Provision und Mehrwertsteuer fällig.</p>
<p>Auktionshäuser findet man auf der Website des <a href="http://www.bdb.net/">Bundesverbandes Deutscher Briefmarkenversteigerer </a>(BDB).</p>
<p><span style="font-size: medium;"><strong>2. Der Briefmarkenhändler</strong></span></p>
<p>Auch wenn es sich hier um eine langsam aussterbende Spezies handelt, in vielen größeren Städten gibt es noch Briefmarkenhändler mit eigenem Ladengeschäft. Für den Verkauf einer geerbten Briefmarkensammlung eignen sie sich allerdings nur bedingt.</p>
<p>Man sollte schon eine relativ genaue Vorstellung vom Wert einer Sammlung haben, wenn man sie einem Händler vorlegen möchte, den man nicht kennt. Natürlich möchte ich hier keinen Generalverdacht aussprechen, aber eine gewisse <strong>Versuchung</strong> ist sicher gegeben, wenn absolut unwissende Erben mit Briefmarken ankommen, von deren Wert sie nicht die geringste Ahnung haben. Vor allem für solche Fälle empfiehlt sich die oben empfohlene Aufstellung potentiell wertvoller Stücke.</p>
<p>Aber auch bei fairer Bewertung der Sammlung darf man bei einem Ladenhändler nicht unbedingt einen sensationellen Verkaufserlös erwarten. Zum einen muss er damit kalkulieren, dass die Marken über Monate oder garJahre bei ihm in den Alben stecken, bis er sie verkauft. Zum anderen liefert er bessere Stücke oder ganze Alben vielleicht selbst bei einer Briefmarkenauktion ein und möchte natürlich auch damit einen Gewinn erzielen.</p>
<p>Für &#8220;mittelprächtige&#8221; Alben, über die Auktionatoren vielleicht etwas die Nase rümpfen, kann ein Ladenhändler aber durchaus eine Alternative sein. Die Chance, einen Betrag x gleich bar auf die Hand zu bekommen, kann für manch einen sicher vorteilhaft sein, auch wenn man sich meist sicher sein kann, dass der Händler seinen Einkaufsaufpreis wird vervielfachen können.</p>
<p><span style="font-size: medium;"><strong>3. Kommissionsverkauf über Online-Händler</strong></span></p>
<p>Ein nicht zu unterschätzender Grund für den Niedergang des Ladenhandels sind Händler, die ihre Ware ausschließlich im Internet anbieten, sei es über eBay, eine andere Verkaufsplattform oder über einen eigenen Internet-Shop. Auch ich bekenne mich in dieser Beziehung &#8220;schuldig&#8221;.</p>
<p>Viele Händler sind daran interessiert, Ware in Kommission zu verkaufen. Die Konditionen sind hierbei in etwas vergleichbar mit einem Auktionshaus oder vielleicht auch etwas günstiger.</p>
<p>Der Anreiz für den Händler beim Kommissionsverkauf ist, dass er die Ware nicht selbst kaufen muss, also kein finanzielles Risko trägt. Der Einlieferer wiederum kann im Prinzip jederzeit sehen, was von seiner Ware für wie viel Geld verkauft wurde. Auch ist die Wartezeit auf die Auszahlung meist kürzer als bei einer Auktion, vor allem weil man auch Abschlagszahlungen vereinbaren kann.</p>
<p>Welchen Weg man letztlich einschlagen möchte, hängt natürlich stark von der Substanz der Sammlung aber auch von der persönlichen Einstellung ab.</p>
<p><span style="font-size: large;"><strong>Was tun mit dem &#8220;Bodensatz&#8221;?</strong></span></p>
<p>Aus eigener Erfahrung muss ich leider sagen, dass viele geerbte Sammlungen nicht besonders substanzreich sind. Zwar haben die meisten Sammler zu Lebzeiten viel Geld investiert. Aber leider floss es nur allzu oft in die Taschen überteuerter Versandhändler und in &#8220;Neuheiten&#8221;-Abonnements bei der Post. Oft machen sich die Erben dann anhand der investierten Summen leider falsche Vorstellungen über den möglichen Verkaufserlös.</p>
<p>Falls bei der kritischen Durchsicht des Nachlasses wenig Wertvolles zu Tage kam, werden viele Laden- und Online-Händler dankend abwinken, weil solche Posten viel Arbeit im Verhältnis zum bescheidenen Erlös bieten.</p>
<p>In so einem Fall empfehle ich, den kompletten Nachlass einem Auktionshaus zut Versteigerung zu übergeben. Über den Erlös darf man sich natürlich keine großen Illusionen machen, aber es ist eigentlich der einzige Weg, einen wenig substanzreichen Nachlass zu verkaufen.</p>
<p>Wer ein gutes Herz hat, kann aber auch in Erwägung ziehen, zumindest Teile einer Sammlung dem philatelistschen Nachwuchs zu spenden. Viele Briefmarkenvereine haben Jugendgruppen, die sich über jede Spende freuen. Es braucht sich hier gar nicht um wertvolle Sachen zu handeln, die reine Freude am Sammeln steht hier im Vordergrund. Allerdings sollte der Erhaltungszustand auch nicht &#8220;für die Tonne&#8221; sein, damit sich die Jugend nicht mit Altpapier abgespeist vorkommt.</p>
<p><strong><span style="font-size: large;">Oder doch nicht verkaufen?</span><br />
</strong></p>
<p>So lange man sich mit dem Gedankaen an einen Verkauf trägt, solange sollte man aber immer auch überlegen, ob sich in der Verwandschschaft nicht doch noch jemand findet, der sich für die Weiterführung der Sammlung interessiert. Oder vielleicht hat die Beschäftigng mit dem Nachlas ja wirklich Lust auf mehr gemacht!</p>
<p>Obwohl ich als Händler vom Briefmarkenverkauf lebe, ist meine Grundeinstellung, dass ein Verkauf immer die schlechteste aller Lösungen ist. Denn nur wenn es Briefmarkensammler gibt, kann man auch Briefmarken verkaufen.</p>


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		<title>Was tun mit Opas Briefmarkensammlung? Teil 2 von 3</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Mar 2010 15:26:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver Klimek</dc:creator>
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		<category><![CDATA[erben]]></category>

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		<description><![CDATA[Im ersten Teil der Serie ging es darum, wie man sich einen groben Überblick über die Werthaltigkeit einer geerbten Sammlung verschaffen kann. Da der Großteil der Sammlung in dem meisten Fällen dem Heimaltland gewidmet ist, möchte ich hier einige Tips geben, wie man bei den wichtigsten deutschsprachigen Sammelgebieten Anhaltspunkte für bessere Stücke auch ohne Zuhilfenahme [...]


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			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Im <a href="http://www.philablog.de/2010/03/18/was-tun-mit-opas-briefmarkensammlung-teil-1-von-3/">ersten Teil</a> der Serie ging es darum, wie man sich einen groben Überblick über die Werthaltigkeit einer geerbten Sammlung verschaffen kann. Da der Großteil der Sammlung in dem meisten Fällen dem Heimaltland gewidmet ist, möchte ich hier einige Tips geben, wie man bei den wichtigsten deutschsprachigen Sammelgebieten Anhaltspunkte für bessere Stücke auch ohne Zuhilfenahme eines Briefmarkenkataloges erkennen kann.</p>
<p><strong><span style="font-size: large;">Deutschland</span></strong></p>
<p><span style="font-size: medium;"><strong>Altdeutsche Staaten</strong></span></p>
<p>Vor 1871 gaben fast alle damals bestehenden deutschen Kleinstaaten eigene Briefmarken heraus, die zum Teil sehr selten und wertvoll sind, wie zum Beispiel der <strong>schwarze Einser</strong> aus Bayern oder der <strong>Sachsen-Dreier</strong>. Derartig wertvolle Stücke sind natürlich nicht umsonst sehr selten und deshalb nur in den wenigsten Sammlungen enthalten.</p>
<p>Grundsätzlich gilt hier, je mehr Marken vorhanden sind, desto besser. Allerdings sollte man einige Punkte beachten:</p>
<ol>
<li>Es gibt sehr viele <strong>Fälschungen</strong> wertvoller Marken, von plump bis sehr raffiniert. Manche Staaten sind geradezu &#8220;verseucht&#8221; von Fälschungen und sogenannten Nachdrucken (z.B. Helgoland)</li>
<li>Insbesondere bei Bayern und Württemberg ab ca. 1875 gibt es viele Marken, die nicht besonders wertvoll sind. Hier sollte man sich nicht von gut gefüllten Albenseiten und Dublettenbüchern blenden lassen. Aber auch von anderen Staaten gibt es Marken, die nicht sehr wertvoll sind.</li>
<li>Die Erhaltung der Marken ist gerade bei diesen Gebieten oft nicht besonders gut. Mangelhafte <strong>Qualitiät</strong> kann auch eigentlich wertvolle Marken fast wertlos machen. Dies gilt im Prinzip natürlich auch für allen anderen Sammelgebiete.</li>
</ol>
<p><span style="font-size: medium;"><strong>Deutsches Reich</strong></span></p>
<p>Hier gibt es eine große Bandbreite von billiger Massenware bis teuren Spitzenwerten. Ein paar Tips:</p>
<ol>
<li>Die allerersten Marken mit Währungsbezeichnung &#8220;Groschen&#8221; oder &#8220;Kreuzer&#8221; &#8211; auch <strong>Brustschilde</strong> genannt &#8211; sind teilweise recht wertvoll, die roten Werte zu 1 Gr oder 3 Kr sind die billigsten.</li>
<li>Bei den folgenden Ausgaben mit Adlern und Ziffern liegt der Wert oft in besonderen Farbtönen, die meist nur von Experten korrekt bestimmt werden können.</li>
<li>Die <strong>Germania</strong>-Marken mit der nach links blickenden Dame sind meistens billig, es gibt aber auch sehr seltene Farbvarianten. Die Markwerte im Querformat mit diversen Bildern können je nach Ausgabe etwas mehr wert sein. 5 Mark rot/schwarz mit Inschrift &#8220;Reichspost&#8221; ist immer wertvoll!</li>
<li>Bei den Marken der <strong>Inflationszei</strong>t von 1919 bis 1923 gibt es teils sehr seltene gestempelte Marken, es wimmelt aber von Fälschungen. Ungebraucht sind die meisten Marken kaum etwas wert.</li>
<li>Marken aus der <strong>Weimarer Republik</strong> von 1924 bis 1932 sind sehr unterschiedlich im Wert. Bei den Dauerserien mit Köpfen sind nur die postfrischen (unberührter Gummi) Werte über 20 Pf wertmäßig interessant. Bei Zuschlagsmarken der Nothilfe sind die Werte von 25 und 50 Pf am wertvollsten. Zeppelinmarken sind immer gut, vor allem, wenn sie in der linken oberen Ecke einen zusäzlichen Eindruck haben (auch hier gibt es Fälschungen)</li>
<li>Auch im <strong>Dritten Reich</strong> ist das Bild unterschiedlich. Blocks haben fast immer einen gewissen Wert. Ffalls sich der große Nothilfe-Block (Format ca. DIN A5) in der Sammlung befindet, vielleicht sogar gestempelt, ist das der Hauptgewinn (er muß allerdings geprüft sein, es gibt viele (Ver)fälschungen!). Bis ca. 1940 sind die meisten ungestempelten Marken recht wertvoll, wenn sie postfrisch sind. Sobald irgendetwas am Gummi klebt, verlieren sie deutlich an Wert.</li>
</ol>
<p><span style="font-size: medium;"><strong>Besatzungszonen 1945-1948</strong></span></p>
<p>Hier gibt es eine für den Laien unüberschaubare Menge von Varianten, die teils sehr wertvoll sein können. Die meisten Marken sind allerdings von eher bescheidenem Wert. Immer gut sind Blocks.</p>
<p><strong><span style="font-size: medium;">Bundesrepublik, Berlin und DDR<br />
</span></strong></p>
<p>Wertvoll sind in allen Gebieten fast nur Marken bis ca. 1955, und auch da nicht unbedingt alle. Aus der neueren Zeit gibt es nur sehr wenige wertvollere Marken.</p>
<ol>
<li>Der<strong> Posthornsatz</strong> der Bundesrepublik ist postfrisch teuer, die hohen Wertstufen müssen allerdings geprüft sein.</li>
<li>Bei den <strong>Wohlfahrtsmarken</strong> der Bundesrepublik bis 1955 (&#8220;Helfer der Menschheit&#8221;) sind die blauen Werte immer gut.</li>
<li>Marken mit schrägen <strong>Aufdruck &#8220;BERLIN&#8221;</strong> in rot oder schwarz können wertvoll sein (vor allem die Mark-Werte), es gibt aber viele Fälschungen.</li>
<li>Gestempelte Sondermarken von Berlin bis 1955 sind meist wertvoll, haben aber auch oft gefälschte Stempel.</li>
<li>Blocks der <strong>DDR</strong> bis 1956 sind immer besser.</li>
<li>Es gibt in den frühen Jahren der DDR viele gute aber auch viele billige Marken.</li>
</ol>
<p><span style="font-size: large;"><strong>Schweiz</strong></span></p>
<ol>
<li><strong>Ungezähnte Marken</strong> der ersten Jahre haben immer einen gewissen Wert, vor allem die Kantonalmarken vor 1852 können sehr teuer sein, wurden aber auch sehr gerne gefälscht.</li>
<li>Bei den gezähnten Ausgaben der <strong>Sitzenden und Stehenden Helvetia</strong> gibt es einige wertvolle Stücke. Zur genauen Bestimmung, vor allem bei der Stehenden Helvetia braucht man allerdings Fachkenntnisse. Stehende Helvetia mit auffallend grober Zähnung: Immer gut.</li>
<li>Bei den <strong>Freimarken</strong> bis zum 2. Weltkrieg gibt es vor allem postfrisch gute Werte, die meisten Marken sind allerdings von bescheidenem Wert. Der PAX-Satz von 1945 ist wertvoll, besonders die hohen Wertstufen.</li>
<li>Fast alle <strong>Blocks</strong> bis ca 1960 sind etwas wert, teils beträchtlich.</li>
<li><strong>Pro Juventute</strong>: Relativ wertvoll bis 1923, später nur nocvh einzelne Jahrgänge</li>
<li><strong>Pro Patria:</strong> Blocks und frühe gestempelte Jahrgänge bis in die 50er Jahre</li>
<li><strong>Flugpost:</strong> Viele Marken aus den frühen Jahren sind gestempelt einigermaßen wertvoll, ungestempelt aber nur postfrisch.</li>
<li><strong>Portomarken: </strong>Bei den ersten Ausgaben mit der Ziffer im Kreis gibt es teils sehr wertvolle Farben und Typen, für den Laien aber nicht immer erkennbar. Blaugrüne und helle gelbgrüne Marken sind immer etwas wert.</li>
</ol>
<p><span style="font-size: large;"><strong>Österreich:</strong></span></p>
<ol>
<li><strong>Ungezähnte Marken</strong> der ersten Ausgabe können je nach Variante sehr wertvoll sein. 1 Kreuzer gelb und 2 Kreuzer schwarz sind immer besser.</li>
<li><strong>Kaiser Franz Josef</strong> in verschiedenen Ausgaben bis 1918: Es gibt teure Werte und Varianten, die meisten Marken sind allerdings nicht viel wert, vor allem gestempelte. Hohe Wertstufen sind nicht automatisch wertvoller. Es gibt sehr viele Varianten, die nur Fachleute unterscheiden können. Manche ungebrauchte Marken können durchaus wertvoll sein.</li>
<li><strong>Inflationszeit 1919-1924:</strong> Die meisten Marken sind wenig wert, ob ungebraucht oder gestempelt. Besser sind die Komponisten-Bildnisse und Wohlfahrtsausgaben von 1922-1924.</li>
<li><strong>Erste Republik 1925-1938:</strong> Von den goßen Dauermarken-Sätzen sind nur die Schilling-Werte nennenswert. Es gibt aber viele Sätze von Sonder- oder Wohlfahrtsmarken, die recht wertvoll sind.</li>
<li><strong>Zweite Republik ab 1945:</strong> Die meisten Marken bis 1950 sind wenig wert. Die frühen fünfziger Jahre sind allgemein wertvoller, danach überwiegt die Massenware.</li>
</ol>
<p>Im dritten Teil der Artikelserie wird es um die konkreten Verkaufsmöglichkeiten für eine Briefmarkensammlung gehen.</p>


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		<title>Was tun mit Opas Briefmarkensammlung? Teil 1 von 3</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Mar 2010 16:07:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver Klimek</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Viele Menschen kommen unverhofft in den Besitz einer Briefmarkensammlung, und zwar wenn ein sammelnder Angehöriger gestorben ist. Leider haben die Erben allzu oft keine Lust, die Sammlung weiter zu führen, und so stellt sich dann die Frage, wie man sich am lukrativsten von ihr trennen kann.
Da diese Frage auch immer wieder in den einschlägigen Briefmarkenforen [...]


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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Viele Menschen kommen unverhofft in den Besitz einer Briefmarkensammlung, und zwar wenn ein sammelnder Angehöriger gestorben ist. Leider haben die Erben allzu oft keine Lust, die Sammlung weiter zu führen, und so stellt sich dann die Frage, wie man sich am lukrativsten von ihr trennen kann.</p>
<p>Da diese Frage auch immer wieder in den einschlägigen Briefmarkenforen gestellt wird, möchte ich hier in Form einer Artikelserie einige Tips zusammenstellen, welche Möglichkeiten sich zur Einschätzung des Wertes und zum Verkauf bieten, wenn man selbst keine oder nur sehr wenig Ahnung von der Philatelie hat.</p>
<p><span style="font-size: large;"><strong>1. Der erste Augenschein &#8211; was man auch ohne Fachwissen erkennen kann</strong></span></p>
<p>Zuallererst sollte man sich die die Sammlung in aller Ruhe ansehen. In den meisten Fällen wird sie ja aus mehreren Alben bestehen, hinzu kommen oft noch Kisten und Schachteln mit losen Marken oder Briefen. Es gibt einige Anzeichen, an denen auch der Laie die Güte einer Sammlung grob einschätzen kann, auch ohne in einen Briefmarkenkatalog schauen zu müssen.</p>
<p><span style="font-size: medium;"><strong>Positive Anzeichen</strong></span></p>
<ul>
<li><strong>Vordruckalben, in denen die Anfangsjahre gut bestückt sind.</strong> Bei vielen Sammelgebieten sind die frühen Jahre wertvoller als die späteren, auch wenn es von dieser Regel natürlich Ausnahmen gibt.</li>
<li><strong>Marken mit Prüfzeichen oder Prüfbefunden</strong>. Wertvolle Marken werden oft zum Briefmarkenprüfer geschickt, um eine Bestätigung zu bekommen, dass sie echt sind oder es sich um eine seltene Variante handelt. Dies ist entweder mit einem Stempel auf der Rückseite der Marke (Name des Prüfers + &#8220;BPP&#8221;) dokumentiert oder durch Papierzettel mit der Aufschrift &#8220;Befund&#8221; oder &#8220;Attest&#8221;, oft mit Abbildung der Marken.</li>
<li><strong>Aufzeichnungen über Kaufpreise und Katalogwerte bei älteren Marken und Briefen</strong>. auch wenn sich viele Sammler an ihren Dubletten &#8220;reich rechnen&#8221;, können sich hier Anhaltspunkte ergeben, ob bessere Werte enthalten sind. Wenn im Album bessere Marken mit Katalogwert gekennzeichnet sind, aber nicht vom Experten geprüft sind, kann es sich aber auch um Fehleinschätzungen handeln. Hohe Rechnungen von Briefmarken-Versandhäusern sollten allerdings mit größter Vorsicht betrachtet werden.</li>
<li><strong>Möglichst wenige der nachfolgend aufgezählten negativen Anzeichen.</strong></li>
</ul>
<p><strong>Negative Anzeichen</strong></p>
<ul>
<li><strong>Fast nur Briefmarken nach 1960</strong>. Leider haben fast alle Länder ab ca. 1960 Briefmarken in so hoher Auflage gedruckt, dass sie bis auf sehr wenige Ausnahmen nur sehr wenig wert sind. Oft wurden sie für viel Geld im Abonnement bei Händlern oder Postverwaltungen bezogen und können nur für einen kleinen Bruchteil des Einkaufspreises veräußert werden. Ungebrauchte Marken, die noch zur Frankatur gültig sind, können allerdings annähernd zum Postpreis verkauft werden.</li>
<li><strong>Motivsammlungen aus dem Abonnement. </strong>Teure Ringbinder mit Aufschriften wie &#8220;Das klingende Reich der Musik&#8221; oder &#8220;Olympia 1984&#8243; bringen leider ebenfalls nur einen Bruchteil des Einstandspreises wieder ein. Die Marken selbst sind meist fast wertlos, nur die Alben selbst haben einen gewissen Wiederverkaufswert.</li>
<li><strong>Moderne Briefe und Karten mit Sonderstempeln und bunten Abbildungen</strong>. Auch diese Belege sind in der Regel fast wertlos, auch wenn &#8220;Ersttagsbrief&#8221; oder &#8220;FDC&#8221; darauf steht.</li>
<li><strong>Ordner oder Kartons mit Ersttagsblättern</strong>. 95% der Briefmarkensammler haben sie gekauft. Deshalb will sie keiner mehr. Preis nach Gewicht.</li>
<li><strong>Alben mit bunten Bildermarken aus aller Welt.</strong> Auch wenn sie hübsch anzusehen sind, der Verkaufspreis richtet sich nach dem Materialwert der Alben.</li>
<li><strong>Kartons und Tüten mit Marken auf Papier. </strong>Die sogenannte Kiloware wird, wie der Name schon sagt, nach Kilo-Preisen gehandelt., meist zwischen 10 und 20 Euro pro Kilo.</li>
<li><strong>Ungeordnete Alben mit Marken aus vielen Ländern</strong>. Auch wenn es ältere Marken sein sollten; die Wahrscheinlichkeit, darin wertvolle Stücke zu entdecken, ist eher gering.</li>
</ul>
<p>Es fällt auf, dass der Abschnitt über die negativen Anzeichen umfangreicher ist. Auch wenn viele Briefmarkensammlungen  mit großem finanziellem Einsatz zusammengetragen wurden, hält sich der Verkäufswert leider oft in Grenzen, wenn das Geld in Massenware investiert wurde.</p>
<p>Zum Schluss noch 2 wichtige Hinweise im Umgang mit Briefmarken:</p>
<ol>
<li><strong>Briefmarken immer mit einer Briefmarkenpinzette &#8220;anfassen&#8221;!</strong> Erfahrene Sammler nehmen zwar schon auch mal die Finger zu Hilfe, aber sie wissen, worauf man achten muss.</li>
<li><strong>Höchste Vorsicht vor Vordruckalben der Marke &#8220;Lindner Falzlos&#8221;! </strong>Auch für geübte Pinzettenkünstler kann es sehr schwer sein, eine Marke unfallfrei aus diesen Alben heraus zu operieren. Wenn es nicht auf Anhieb klappt, sollte man die Marke lieber stecken lassen.</li>
</ol>
<p>Im zweiten Teil der Serie wird es es um eine etwas genaurere Abschätzung der deutschsprachigen Sammelgebiete gehen.</p>


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		<title>5 Geheimtips, wie Sie garantiert Ihre Erben enttäuschen werden</title>
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		<pubDate>Tue, 02 Mar 2010 07:30:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver Klimek</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ratgeber]]></category>
		<category><![CDATA[auktion]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich kaufe meine Ware oft auf klasischen Briefmarkenauktionen ein. Ein nicht zu unterschätzender Anteil der dort verkauften Großposten stammt aus Nachlässen verstorbener Sammler, deren Erben an der Fortführung der Sammlung kein Interesse haben.
Im Laufe der Jahre bekommt man bei Auktionen so einiges zu sehen. Die Bandbreite reicht da von allerfeinsten Topsammlungen bis hin zu Chaos-Kisten, [...]


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			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Ich kaufe meine Ware oft auf klasischen Briefmarkenauktionen ein. Ein nicht zu unterschätzender Anteil der dort verkauften Großposten stammt aus Nachlässen verstorbener Sammler, deren Erben an der Fortführung der Sammlung kein Interesse haben.</p>
<p>Im Laufe der Jahre bekommt man bei Auktionen so einiges zu sehen. Die Bandbreite reicht da von allerfeinsten Topsammlungen bis hin zu Chaos-Kisten, die man auf- und nach 3 Sekunden schnell wieder zumacht. Die Entscheidung, ob man für ein Los bietet oder nicht, fällt oft innerhalb weniger Minuten, und so ist auch der erste Eindruck, den ein Posten macht, ein wichtiger Faktor für die Kaufentscheidung.</p>
<p>Wenn einem als Sammler schon zu Lebzeiten daran gelegen ist, seinen Erben einen möglichst guten Verkaufserlös in Aussicht zu stellen, sollte man auf einige Dinge acht geben.</p>
<p><span style="font-size: large;"><strong>1. Die Abofalle</strong></span></p>
<p>Ja, es gibt sie auch beim Briefmarkensammeln, und zwar nicht zu knapp und völlig legal. Gegen ein Neuheiten-Abonnement für ein modernes Sammelgebiet ist natürlich nichts einzuwenden. Aber wenn man sich dazu verleiten läßt, aus den bunten Prospekten der Postverwaltungen und Briefmarken-Versandhäuser noch andere &#8220;Schmankerl&#8221; auszuwählen, kann man das schon fast als Geldvernichtungsmaschine betrachten.</p>
<p>Gefährlich sind vor allem <strong>Motivsammlungen</strong> mit poetischen Namen wie &#8220;Das klingende Reich der Musik&#8221;, &#8220;Fehler auf Briefmarken&#8221; oder &#8211; ganz verrucht &#8211; &#8220;Philatelia Erotica&#8221;. Mit etwas Glück kann solch eine Sammlung 50 Euro pro Album einbringen, was in etwa den Materialwert des Albums entspricht.</p>
<p>Und dann gibt es da natürlich auch die allseits beliebten <strong>Ersttagsblätter</strong> und -briefe, die viele Sammler offenbar gleich automatisch &#8220;mitmehmen&#8221;, von den in großer Vielfalt angebotenen Gedenkbelegen ganz zu schweigen. Im Briefmarkengeschäft werden solche Belege eher nach Kilopreis gehandelt. Mein persönlicher Rekord-Verkaufspreis bei eBay: ein Umzugskarton voll mit ETB &#8211; 16 kg für 16 Euro! Ohne Alben.</p>
<p>Das für eine solche Auflockerung der Sammlung nötige Geld ist in einem Sparbuch für die Enkel deutlich besser angelegt. Wer dennoch meint, nicht darauf verzichten zu können, sollte besser die Abo-Rechnungen verschwinden lassen.</p>
<p><span style="font-size: large;"><strong>2. Chaos</strong></span></p>
<p>Ich gebe zu, dass ich auch kein Musterknabe in Sachen Ordentlichkeit bin, aber ein Mindestmaß an Ordung sollte &#8211; vor allem umfachgreicheren Beständen &#8211; schon sein, wenn man einen angemessenen Verkaufserlos erzielen will. Überquellende Klemmbinder, Steckbücher mit Marken aus 30 Ländern, lose Schüttung in Schukartons, verstreute Schnipsel von Kiloware und zerknautschte Briefe sind nicht gerade förderlich für das Bietverhalten potentieller Auktionskäufer.</p>
<p><span style="font-size: large;"><strong>3. Knochen</strong></span></p>
<p>Eine Sammlung, in der teure Stücke in Papierkorb-Qualität stecken, wird immer weniger erlösen als die gleiche Sammlung ohne diese Wracks, vor allem weil diese oft auf den ersten Albumseiten zu stecken pflegen.</p>
<p><span style="font-size: large;"><strong>4. Sparen an Prüfgebühren</strong></span></p>
<p>Viele Sammler versenken ihr Geld bei Punkt 1 aber identifizieren teure Farben und Zähnungen lieber selbst, als die Marken zum Prüfer zu schicken. Auch für eine Infla-Stempelprüfung fühlen sich viele als qualifiziert genug. Sie stecken dann kleine Zettelchen mit <em>&#8220;D 65 &#8211; €600&#8243;</em> oder <em>&#8220;86 II f &#8211; €200&#8243;</em> neben die Marken, damit die Erben später genau wissen, was für Kracher in der Sammlung stecken.</p>
<p>Zugegeben, bei vielen besseren Marken ist eine Prüfung nicht wirklich notwendig. Aber manchnmal ist es eben ein sehr feiner Grat zwischen Gut und Schlecht.</p>
<p><strong>5. Reichrechnen an Dubletten</strong></p>
<p>Ich weiß gar nicht, wie viele Dublettenbücher ich schon durchgeblättert habe, in denen seitenweise die Katalogwerte von Hindenburg-Dauermarken aufaddiert wurden. Da kommen für 16 Seiten oft stolze vierstellige Summen zusammen. Unter Freunden ist so ein Album dann vielleicht einen Zehner oder bei guter Laune auch mal einen Zwanziger wert.</p>
<p>Im Briefmarkenhandel zählen nur Katalogwerte, die mindestens zweistellig sind. Alles andere wird mehr oder weniger mit Null bewertet. Auch wenn einem der Besitz einer möglichst großen Zahl von Briefmarken eine gewisse Befriedigung bereiten sollte, die Substanz einer Sammlung steckt immer nur in den guten Werten. Der Rest ist nur lästiger Ballast.</p>


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