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Beleg der Woche

Beleg der Woche #5: Notopfer Berlin als Porto-Ersatz

by Oliver Klimek on 27. März 2010

Ortsbrief aus München 1952, frankiert mit sechs Notopfer-Marken

Entweder in Ermangelung einer 10-Pfennig-Marke oder als Spielerei wurde dieser Brief vollständig mit Notopfer-Marken frankiert. Fünf Stück deckten das Porto für den Ortsbrief ab, die sechste diente dann als eigentliches Notopfer. Interessanterweise handelt es sich auch um einen Fünferstreifen und eine Einzelmarke.

Inwieweit diese Art der Frankatur wirklich offiziell zulässig war, entzieht sich leider meiner Kenntnis, da ich das Notopfer-Handbuch nicht besitze und dies wirklich nicht mein Spezialgebiet ist. Aber vielleicht kann der eine oder andere Leser ja für Aufklärung sorgen.

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Einschreibebrief mit einer Zeppelin-Marke von Hamburg nach Argentinien 1932 an eine Postlager-Adresse. Die Postlagergebühr wurde in Buenos Aires mir einer Freimarke verklebt. Genaue Vorgabe des Zuges, vermutlich um noch den richtigen Flug zu erwischen.

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Beleg der Woche #3: Die verkannte Seltenheit

by Oliver Klimek on 13. März 2010

Der heute gezeigte Brief steht exemplarisch für eine ganze Klasse von Belegen, die – eigentlich zu Unrecht – von den allermeisten Sammlern links liegen gelassen werden.

Berlin Mi 370 MeF, 2. Gewichtsstufe, Einschreiben mit Nachnahme. Portoperiode 1.1.1979 – 30.6.1982

Mehrfachfrankaturen von Dauerserien-Höchstwerten sind nicht allzu häufig, aber trotzdem interessiert sich kaum jemand für solche Stücke. Bei eBay bleiben solche Belege manchmal sogar liegen oder bringen kaum mehr als 1 oder 2 Euro.

Natürlich handelt es sich hier nicht um eine Top-Rarität, die der Titelseite eines Auktionskataloges würdig wäre. Aber auch bei moderneren Marken gilt der alte Lehrsatz: Portogerechte Einzel- und Mehrfachfrankaturen auf Belegen mit Zusatzleistungen sind keine Massenware!

Bis Anfang der Neunziger Jahre läßt sich praktisch die gesamte Palette an postalischen Leistungen mit frankierten Belegen belegen. Wer postgeschichtlich interessiert ist, dem bieten sich hier für geringes Geld schier unendliche Sammelmöglichkeiten.

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Im Gegensatz zum Deutschen Reich sind Privat-Ganzsachen in der Schweiz keine Besonderheit – obwohl es natürlich auch dort seltene Stücke gibt – und werden von deutschen Händlern oft überbewertet. Mit einer Pro-Juventute-Marke als Zusatzfrankatur, um das Drucksachenporto von 5 Rp auf den Tarif für einen Fernbrief von 15 Rp aufzufrankieren, wird daraus allerdings schon eine Besonderheit. Gelaufen von Frauenfeld nach Zürich.

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In dieser Rubrik möchte ich wöchentlich einen Beleg vorstellen, der irgendeine Besonderheit aufweist. Es muss sich dabei nicht unbedingt um sehr wertvolle Stücke handeln. Auch im Kleinen finden sich oft interessante Dinge.

Den Anfang macht ein Eilbrief, der am 29. November 1923 innerhalb Münchens verschickt wurde, also während der kurzen Periode der Vierfach-Aufwertung. Er ist korrekt frankiert (Porto: 40 Mia. Ortsbrief, 160 Mia. Eilboten = 200 Mia, vierfach aufgewertet 50 Mia.), netterweise mit einer Mischfrankatur zwischen OPD-Aufdruck und normalem Rosettenmuster.

Das Interessante an diesem Brief ist allerdings nicht die Frankatur. Der Nebenstempel “Aus dem Briefkasten” zeigt an, dass der Brief nicht bei der Post aufgegeben wurde. Die Entfernung zwischen dem Absender in der Brienner Str. 8 und dem Empfänger in der Frauenstr. 7 beträgt gerade einmal 1 km Luftlinie. Der Fußweg wäre 1,3 km lang, man könnte ihn also in einer Viertelstunde zurücklegen. Aber trotzdem wurde der Brief frankiert und in den nächstgelegenen Briefkasten geworfen. Auch wenn die Briefkastenleerungen damals deutlich häufiger waren, es wäre fußläufig allemal schneller gegegangen.

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